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Das Passionsspiel im 17. Jahrhundert


1633


Am Anfang steht ein Gelübde. Nachdem 1632, im Gefolge des Dreißigjährigen Kriegs, die Pest in Oberammergau eingebrochen war, hatte 1633 fast jede zweite Familie einen oder mehrere Tote zu beklagen. Auf dem Friedhof gelobten Pestkranke, in jedem zehnten Jahr das Leiden und Sterben des Herrn aufzuführen.

Sie errichten auf Pfählen und Stangen ein Christussymbol: Radierung des Oberammergauer Künstlers Hans Schwaighofer

1634


Am Pfingstfest führten die Oberammergauer auf einer Bühne, die sie auf dem Friedhof über den frischen Gräbern der Pesttoten aufschlugen, erstmals das „Spiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Herrn Jesus Christus“ auf. Die katholische Reformbewegung förderte derartige Frömmigkeitsübungen. Für die Jahre 1600–1650 sind im bayerisch-österreichischen Raum ca. 40 Passionsspielorte belegt, über 250 für die Zeit von 1550 bis 1800.

1662


In diesem Jahr entsteht die Abschrift des ältesten erhaltenen Oberammergauer Passions-Textes. Ein Großteil der 4902 Verse entstammt zwei weit älteren Spielen, die schon vor 1634 miteinander verbunden wurden: zum einen einem mittelalterlichen Passionsspiel aus der zweiten Hälfte des 15 Jahrhunderts, dessen Handschrift im Augsburger Benediktinerkloster St. Ulrich und Afra gefunden wurde und zum anderen der reformatorisch gestalteten, als Druck verbreiteten Passions-"Tragedi" des Augsburger Meistersingers Sebastian Wild vom Jahre 1566.

1680


6. Spieljahr – Die Gemeinde beschließt den Wechsel zu einem zehnjährigen Aufführungsrythmus.